Wichtige Informationen zur Corona-Krise

Sehr geehrte Mandantschaft,


seit gestern kann der Zuschuss für kleine Unternehmen, Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe, die aufgrund von Liquiditätsengpässen in Folge der Corona-Pandemie 2020 in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage geraten sind, beantragt werden.

Die Beantragung muss über die Internetseite der SAB erfolgen (andere Bundesländer entsprechende Institutionen

Dort müssen Sie sich im Portal anmelden, den Antrag ausfüllen und unterschreiben. Untenstehend befindet sich zu Ihrer Unterstützung ein Musterantrag und ein Informationsblatt der Bundesregierung, welches viele Fragen beantwortet.


Hier ein paar wichtige Hinweise von unserer Seite:

Der Zuschuss wird ausschließlich zur Finanzierung von betrieblichen Ausgaben gewährt. Einnahmen müssen gegengerechnet werden.

Es ist davon auszugehen, dass eigene liquide Mittel vorrangig verwendet werden müssen. Missbräuchliche Beantragung oder falsche Angaben können als Subventionsbetrug bestraft werden. Der gezahlte Zuschuss ist eine steuerpflichtige Einnahme im Sinne des Einkommensteuergesetzes.

Für Fragen zu den betrieblichen Daten im Zusammenhang mit der Beantragung stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.

Hier noch ein Artikel zur Zahlung von Lohnersatz bei Kita- und Schulschließungen zu Ihrer Information



Hier nun eine erste Information unsererseits über die möglichen Maßnahmen durch die Auswirkungen des Corona Virus.

Unser Büro ist grundsätzlich geöffnet, so lange nicht von behördlicher Seite Quarantäne angeordnet wird. Zur Vermeidung persönlicher Kontakte können Buchhaltungsunterlagen etc. per Post eingereicht, bzw. für Informationen Mail und Telefon genutzt werden. Da insgesamt zu wenige Mandanten elektronische Belege einreichen, ist für uns ein vollständiges arbeiten im Homeoffice nicht möglich, im Quarantänefall könnten nur notwendigste Arbeiten ausgeführt werden. Bitte reichen Sie vorsorglich alle Unterlagen zeitnah bei uns ein.


Für Ihr Unternehmen:


Es gibt staatliche Hilfen - aber

ein Einnahmeausfall ist nicht grundsätzlich abgedeckt. Nur wenn ihr Betrieb direkt betroffen und aufgrund einer amtlichen Verfügung vorübergehend geschlossen wird, haben Sie Anspruch auf eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG).

Wichtig ist, es muss sich um eine offizielle Quarantäne handeln. Ein eigenmächtiges Fernbleiben von der Arbeit oder eine Schließung des Betriebes fällt nicht darunter.

Zur gegenwärtigen Diskussion über die Möglichkeiten von Kurzarbeit sind jedoch "Mythos" von Wirklichkeit zu unterscheiden. Hierzu folgendes:

CDU, CSU und SPD haben im Koalitionsausschuss am 8. März 2020 erleichterte Voraussetzungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld vereinbart. Mit den erleichterten Voraussetzungen soll die Gewähr dafür geschaffen werden, dass durch die Corona-Krise möglichst kein Unternehmen in Deutschland in die Insolvenz gerät und ein Arbeitsplatzverlust vermieden wird.

Die Bundesregierung will die gesetzlichen Maßnahmen und die entsprechende Verordnung noch in der ersten Aprilhälfte 2020 in Kraft setzen.

Die in Aussicht genommenen änderungen beim Kurzarbeitergeld stellen für die Betriebe Erleichterungen und Leistungsverbesserung dar. In Anbetracht der begrenzten Dauer des Kurzarbeitergeldbezugs (max. zwölf Monate) kann es für Betriebe von Vorteil sein, den durch das Coronavirus bedingten Arbeitsausfall zunächst durch innerbetriebliche Maßnahmen (z. B. Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten, Fort- und Weiterbildungen, Betriebsurlaub, Abbau von überstunden) abzufangen und erst Mitte April 2020 einen Antrag auf Gewährungen von Kurzarbeitergeld zu stellen.

Hiernach ist die Kurzarbeit zunächst anzumelden - (Antrag 1)

und danach zu beantragen - (Antrag 2)

Weiterführende Hinweise dazu finden Sie auf der Webseite der Arbeitsagentur

Wie bereits oben erwähnt, kann eine Kurzarbeit vom Arbeitgeber nicht angeordnet werden und Bedarf der Zustimmung des Arbeitnehmers. Verweigert der Arbeitnehmer seine Zustimmung so könnte eine Kündigung aus betrieblichen Gründen zulässig sein (hierzu ist aber vorher eine arbeitsrechtliche Beratung einzuholen).

Betroffene Arbeitnehmer können dann Kurzarbeitergeld erhalten, wenn Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle durch das Corona-Virus Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt.

Voraussetzung für den Bezug von Kurzarbeitergeld ist, dass die üblichen Arbeitszeiten vorübergehend wesentlich verringert sind. Dies trifft derzeit zu, wenn 10 % der Beschäftigten von einer Arbeitszeitreduzierung betroffen sind.

Das Kurzarbeitergeld beträgt für Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind 67% der Nettoentgeltdifferenz und für Arbeitnehmer ohne Kind 60% der Nettoentgeltdifferenz. Weitere Aufstockungen durch den Arbeitgeber sind zur Milderung der Nachteile möglich. Sofern keine (tarif-vertragliche) Rechtsgrundlage besteht, sind diese Arbeitgeberleistungen aber freiwillig. Der Betriebsrat kann sie nicht erzwingen. Kurzarbeitergeld wird nach aktuellem Stand für die Dauer von längstens zwölf Monaten gewährt.


Bank und Liquidität


über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) besteht die Möglichkeit, kurzfristige Liquiditätshilfen zu einem Zinssatz von derzeit 1 % p.a. zu erhalten. Leider ist keine direkte Beantragung bei der KFW möglich und Sie müssen sich hierzu mit Ihrer Hausbank in Verbindung setzen. Dies können wir Ihnen nicht abnehmen, aber wir unterstützen Sie bei einer evtl. Antragstellung durch die zügige Zurverfügungstellung aller notwendigen Unterlagen.

Sollte Ihre Hausbank Bedenken bei der Finanzierung haben, so können die Hausbanken bei Bedarf auch auf das Bürgschaftsinstrumentarium zurückgreifen und somit ihr eigenes Haftungsrisiko minimieren. Es darf sich nicht um Sanierungsfälle oder Unternehmen in Schwierigkeiten handeln.

Darüber hinaus können die nachfolgenden Maßnahmen beim Finanzamt zum Einsatz kommen.


Steuern und Finanzamt


Die Finanzbehörden aller Bundesländer wurden aufgefordert, ihren Beitrag zu einer Milderung der wirtschaftlichen Auswirkungen durch den Coronavirus zu leisten. Hierzu zählen:

  • Es wird den Finanzbehörden erleichtert, Stundungen von Steuerschulden zu gewähren.

  • Wenn Unternehmen unmittelbar vom Coronavirus betroffen sind, werden bis Ende des Jahres 2020 auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge verzichtet werden.

  • Die Voraussetzungen, um Vorauszahlungen von Steuerpflichtigen anzupassen, werden erleichtert.
Wir können daher für Sie Reduzierungen der laufenden Steuervorauszahlungen beantragen. Dies betrifft jedoch im Regelfall nicht fällige Umsatzsteuervorauszahlungen.

Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn wir Sie bei den o.g. Maßnahmen unterstützen können, oder Sie Fragen in diesem Zusammenhang haben.

Wir werden Sie laufend über weitere Maßnahmen und Entwicklungen informieren.

Kurzarbeitergeld

Bitte beachten Sie die Schreiben in der Anlage zum Kurzarbeitergeld und rufen uns bei Rückfragen gern an.

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